#Nähhelden gesucht – Ein Geschenk für ein Waisenmädchen

… bin ich ein Nähheld oder sogar eine Nähheldin ;-)?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber durch die Aktion vom Stoffkontor bin ich angeregt worden, Euch von meinem Weihnachtsprojekt in diesem Jahr zu erzählen. Denn ich möchte wirklich etwas ganz besonderes nähen:

Eine Freundin aus der Slow Pitch Softball Liga hat uns gefragt, ob wir für Kinder in einem Waisenhaus in Polen einen Schuhkarton als Weihnachtsgeschenk packen würden. Ich habe spontan ja gesagt, da ich diese Aktion wirklich berührend fand. Klar kenne ich auch andere Aktionen dieser Art, aber hier gab es kein anonymes „Spenden Sie auf ein Konto“ oder „geben Sie etwas ab“, sondern eine Liste von Kindern mit Namen, Alter und auch Interessen. Unsere Freundin war bereits dort, um sich die Bedingungen vor Ort anzusehen und wird auch die Kartons persönlich nach Polen bringen.

Wir haben uns für ein Mädchen entschieden, dass mit 12 Jahren genauso alt ist wie Aila, denn wir haben mit ihr die Aktion besprochen und sie freut sich auch schon darauf, den Karton zu befüllen.

Aber hier kam dann das erste Problem: Was macht man denn nun in den Karton? Der Wert soll ungefähr 20 Euro betragen, dafür kann man sicher eine Menge Kleinigkeiten bekommen, aber was wird gebraucht? Da ich ja eher pragmatisch bin, waren meine ersten Gedanken: warme Socken, Handschuhe oder Zahnbürste und Zahnpasta. Doch würde ich mich freuen, wenn ich ein 12-jähriges Mädchen wäre und hätte das in meinem Schuhkarton? Wohl eher nicht…

Etwas passendes zum Hobby vielleicht? Aber da steht bei uns „Gesellschaftstanz“, damit konnte ich erst einmal gar nichts anfangen.

Schließlich war eine kleine Geschichte für meine Entscheidung ausschlaggebend: Unsere Freundin erzählte, dass sie besonders rührend fand, dass einer der Jungen eine kleine Kuh versteckt hätte, einfach damit sie nur ihm allein gehört. Natürlich! Das Geschenk muss etwas sein, was nur ihr gehört!

Deshalb habe ich mich entschieden, für sie zwei Reißverschlusstaschen zu nähen. Stoffreste habe ich sowieso genug, das sprengt das „20-Euro-Budget“ nicht. Auf die Taschen werde ich ihren Namen sticken, damit es ganz unverkennbar ihr Eigentum sind. Es wird einen größeren Kulturbeutel geben, den ich mit allerlei kleinem Mädchen-Kram befüllen möchte und eine kleinere Stiftetasche, in die schöne Stifte, eine Schere und Klebe kommen. Natürlich werden der obligatorische Weihnachtsmann und ein paar selbstgebackene Kekse nicht fehlen.

Ich habe mir auch schon ein Stickmotiv ausgesucht, das mit auf die Täschlein soll:

product_images_L1279(Bild von embroidery library inc)

Mir macht diese Aktion große Freude, aber sie macht mich auch nachdenklich. Z.B. darüber, wie gut es Aila trotz ihrer Behinderung geht. Wie selbstverständlich sie Spielzeugkataloge und Kinderzeitschriften durchstöbert und dicke Kreuze an die Dinge macht, die sie gerne haben möchte. Und auch, wenn ich ans letzte Jahr zurückdenke, wo Aila sauer auf den Weihnachtsmann war, weil er nicht die gewünschte XBox gebracht hatte und das kleine Spiel, das sie stattdessen bekommen hat, tagelang boykottiert hat.

Ich hoffe jetzt einfach, dass mein Geschenk ein kleines Mädchen glücklich macht 🙂

Eine nachdenkliche Katta

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